Jungbrunnen
Mistel

Jungbrunnen Mistel

Aus der Signaturenlehre: Mondpflanzen

Um die mystischen Mondpflanzen ranken sich viele Legenden. Als Heilpflanzen unterstützen sie den Schlaf und fördern die Regeneration.

 

Der Mond war schon immer wichtig für uns Menschen. Die Zeit zwischen zwei Vollmonden begründete als Monat unsere Zeitrechnung. Das „Licht der Nacht“ beeinflusst Ebbe und Flut. Und als Frauen empfangen wir regelmäßig die „Mondblutung“. Generell symbolisiert der Mond alles Weibliche und Wiederkehrende. 

Neben den Flüssigkeiten im Körper sind ihm auch Haut und Geschlechtsorgane zugeteilt. Als Wächter über unsere Träume assoziieren wir ihn mit dem Unbewussten und unserer Gefühlswelt. Krankheiten, die Mondbezug haben, verlaufen häufig periodisch – und können mitunter durch Mondpflanzen gelindert werden.

Romantische Mistel: Küssen erlaubt

Typische Mondpflanzen sind silbrig, kühl und glänzend.

Lunare Hilfe bei Entzündungen

Mondpflanzen bevorzugen feuchte Standorte, gute Beispiele sind die Brunnenkresse, die mondweiße Birke oder die silberblättrige Linde. Auch weiße, weiß-gelbliche oder weiß-rosa Blüten, wie sie Basilikum, Madonnenlilie, Silberkerze und Mädesüß hervorbringen, sind Anzeichen für das Mondelement. Einige Vertreterinnen, z. B. die Nachtkerze, zeichnen sich dadurch aus, dass sie erst zu später Stunde blühen und von Nachtfaltern umschwärmt werden.


Ist die Sonne untergegangen, duften die Mondpflanzen Jasmin und Königin der Nacht besonders intensiv. Baldrian, Maiglöckchen und Patschuli verströmen einen betäubenden, muffigen Geruch. Da dem Mond auch der Säftefluss untersteht, gelten die schleimige Konsistenz der Mistel ebenso wie der Milchsaft des Schlafmohns als charakteristisch. Die Blätter sind oft weich und fleischig wie bei der Fetthenne oder schimmern weißlich wie bei Weide, Olive und Beifuß. Das Wirkungsspektrum der Mondpflanzen reicht von Rheuma über Entzündungen bis hin zu fiebrigen Infekten. Letztere behandelte Paracelsus etwa mit Seerosen.

Mistel – Winter des Lebens

Wenn eine Pflanze die raue Winterzeit nicht nur mühelos übersteht, sondern dann auch noch blüht, muss sie eine magische Heilkraft haben, sagten sich die Kelten. Verehrt als „Omnia sanantem“, die Allesheilende, spielt die Mondpflanze Mistel bis heute eine wichtige Rolle. Der immergrüne Halbschmarotzer, der stark von seinem Wirtsbaum beeinflusst wird, zählt zu den bedeutendsten Herzheilmitteln. Gemeinsam mit Weißdorn kann sie Blutdruck sowie Durchblutungsstörungen, das Altersherz wie auch die „Herzenge“ positiv beeinflussen.


Da Herz und Psyche zusammenhängen, gilt die Mistel als Kardinalpflanze zur Behandlung von Nervenleiden und Stresskrankheiten wie Burn-out. Durch ihre verjüngenden Eigenschaften ist sie eine hilfreiche Begleiterin in der zweiten Lebenshälfte. Sie kurbelt den Kreislauf an, unterstützt bei chronischen Gelenk- und altersbedingten Augenerkrankungen. Der Körper wird beim Entgiften und Regenerieren unterstützt. Das entspannt auch unsere Seele und trägt dazu bei, mit Gelassenheit altern zu können.


Die Mistel wird auch seit jeher als Fruchtbarkeitspflanze gehandelt. Besonders Apfelmisteln, also Mistelpflanzen die auf Apfelbäumen wachsen, unterstützen die weibliche Fruchtbarkeit und werden gerne u.a. bei Endometriose eingesetzt.

 

(Aus LEBENSELEXIER, Ausgabe 9, Winter 2017)

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